Equipmentporno

Da ich zum einen oft gefragt werde, was ich denn so in meinem Fotorucksack rumschleppe, ich zum anderen aber auch immer neugierig bin, was andere Fotografen für Geheimwaffen haben, habe ich kurzerhand mal alles aufglistet, was sich im Laufe der Zeit bei mir so angesammelt hat (und danach festgestellt, dass es bald zuviel ist :-) ). Ich habe halt eine ausgeprägte Gadgetaffinität.

Die Canon EOS 50D hat mich bisher noch nie im Stich gelassen. Allerdings wird sie über kurz oder lang (eher kurz) von der Canon EOS 5D Mark II unterstützt werden.
Die meisten meiner Bilder entstehen mit dem Tamron AF 17-50mm 2,8. Mittlerweile ist die Linse seit 3 Jahren im Einsatz und ich bin vollends zufrieden mit ihr.
Man kann 100 Euro mit Sichheit schlechter anlegen, als sie in ein Canon 50mm 1.8 zu investieren. Dieser Joghurtbecher ist jeden Cent wert.
Zu weit weg gibt es mit diesem Objektiv fast nicht. Das Tamron 70-200mm 2,8 macht durch die Anfangsblende von 2.8 außerdem bei Portraits viel Spaß.
Den B+W Polarisationsfilter benutze ich immer dann, wenn ich Reflektionen und Spiegelungen ausblenden möchte. Es macht Sinn, ihn sich in der Größe des größten Filtergewindes, das man im Objektivpark hat, zu kaufen. Mit Step Up Filteradaptern lässt er sich dann auch auf kleineren Objektiven verwenden
Nachdem ich lange Zeit gar kein Blitzlicht verwendet hab und mich beim Blitzen auch gegen TTL-Fähigkeit gewehrt habe, möchte ich den Canon Speedlite 580EX IInicht mehr hergeben. Grad bei Hochzeitsreportagen hilft er mir enorm und rettet so maches Bild.
Ein Blitz allein ist manchmal etwas wenig. Daher kommen neben dem Cullmann Blitzgerät D4500-C auch noch ein Nikon SB-26 sowie ein Nikon SB-28 zum Einsatz. Die drei nutze ich allerdings ausschließlich im manuellen Modus und löse sie entfesselt per Funkfernauslöser aus.
Wenn es schnell gehen muss, verlasse ich mich gern auf die TTL-Funktion des Blitzes. Da ich aber selten den Blitz auf der Kamera hab, damit das Licht nicht frontal auf die Person trifft, muss das TTL-Signal irgendwie übertragen werden. Hier kommt das TTL-Kabel zum Einsatz.
Die Beauty Dish hab ich inzwischen sehr ins Herz geschlossen. Ob bei Portraits oder Hochzeitsshootings, sie zaubert immer geiles Licht. Da sie eigentlich für Studioblitze gedacht ist, benötigt man zur Verwendung an einem Aufsteckblitz noch einen Adapter.
Der Rogue FlashBender ist im Prinzip eine Bouncecard. Allerdings eine sehr vielseitige. Zum Beispiel lässt er sich so biegen, dass die Decke nicht angeblitzt wird, sondern das Licht nach vorne geworfen wird. Das nutze ich gern bei dunklen oder bunten Decken, damit das Blitzlicht nicht davon eingefärbt wird.
Normale Akkus können sooo langweilig aussehen, außerdem weiß ich immer nicht welche zusammengehören. Die Sanyo eneloop glitter schaffen hier Abhilfe. Einfach vier Sätze kaufen und man hat immer 4er Paare. Wie ich volle und leere Akkus auseinanderhalte erzähle ich dir hier.
Da das ganze Lichtgeraffel nicht von alleine in der Luft schwebt, und liebe Menschen zur Assistens auch nicht immer da sind, komme ich nicht ohne Lichtstative aus. Ich benutze walimex WT-806 Lampenstative, diese lassen sich durch Schnellspannhebel schnell verstellen.
Grade in fremden Städten und im Ausland speichere ich meine Positionsdaten mit dem Holux M-241 drahtlos GPS Logger. So kann ich auch Jahre später noch feststellen, an welchem Ort ich ein Foto gemacht habe. Außerdem bekommt man eine Auswertung der zurückgelegten Strecke, oder findet z.B. in Spanien seinen Parkplatz wieder :-) .
Digitale Bildbearbeitung ohne eine Kalibrierung des Monitors macht keinen Spaß. Schließlich soll das Ergebnis auch auf anderen Monitoren und beim Ausbelichten gleich aussehen. Mit dem Spyder3Express lässt sich diese Aufgabe bewerkstelligen. Innerhalb weniger Minuten hat man einen kalibrierten Monitor.
Ohne den Timer-Fernauslöser wären z.B. die Karl-Heinz Bilder sehr anstrengend geworden. Hätte ich nach jedem Bild erst wieder den Selbstauslöser starten müssen, wären meine Kalleabende bei pro Thema ca. 50 Bildern richtig lang geworden. Am Timer lässt sich einstellen wie lange er bis zum ersten Bild warten soll, wie lange er belichtet, der Abstand zwischen den einzelnen Aufnahmen und wieviele Bilder insgesamt aufgenommen werden sollen.
Ohne Gaffa (Panzerband, Ducktape) fahre ich die letzten Jahre nicht einmal in den Urlaub. Also darf es auch im Fotorucksack nicht fehlen. Ob es darum geht, den Hintergrund zu befestigen, einen Blitz an die Wand zu kleben oder das T-Shirt des Models zu fixieren, das Zeug ist eine Wunderwaffe. Mit den Worten von Bert Stephani “If you can’t fix it with Gaffer Tape, you haven’t used enough!”

Für eine Rettungsdecke im Fotorucksack gibt es immer Verwendung. Man kann sie benutzen, um die Ausrüstug darauf abzulegen, wenn der Untergrund dreckig oder nass ist. Als Reflektor taugt sie Notfalls auch. Der Fotograf kann sich darauf legen, um sich nicht einzusauen. Das Modell kann sich darauf setzten (mosiger Baumstamm, Stein, etc.). Wenns regnet hält man sie über sich. Es gibt noch eine Menge mehr damit anzustellen. In Kombination mit Panzertape kann nix mehr schief gehen.
Klingt komisch, ist aber so. Zum Reinigen meiner Linsen benutze ich Zigarettenpapier. Natürlich nicht irgendeins, für einen halben Ägypter muss es schon das von Gizeh sein :-) . Zum Reinigen einfach an einem Blatt die Gummierung abreißen, das Papier über den Zeigenfinger legen und vorsichtig über die angehauchte Linse wischen. Vorher natürlich groben Schmutz mit einem Pinsel entfernen.
Ich habe glaube ich keinen Equipmentgegenstand so wenig eingesetzt wie den Quenox Parabol-Reflektor. Durch die 215cm Umfang ist es mit Aufsteckblitzen nicht so einfach, das Ding zu verwenden wie mit einem Studioblitz. Trotzdem schleppe ich ihn ständig mit auf Shootings, denn ein Vorteil liegt auf der Hand … bei Regen bekommt man eine ganze Fußballmanschaft (ohne Ersatzspieler) darunter. Und Auffallen tut man damit auf jeden Fall :-) .
Ohne Adobe Photoshop Lightroom wäre die Masse an Bildern die während eines Shootings zusammen kommt nicht ansatzweise so schnell zu bearbeiten. Lightroom spart mir eine Menge Lebenszeit. Durch die eingebaute Datenbank findet man seine Bilder schneller, kann sie in Lightroom bearbeiten und auch wieder ausgeben. Einfach praktisch!